Warum ich gegen Neujahrsvorsätze bin – und was ich stattdessen mache

Jedes Jahr das Gleiche: Die Kalender schlagen um, und plötzlich ist Januar der Monat der großen Versprechungen. "Ich werde abnehmen." "Ich höre auf zu rauchen." "Ich mache mehr Sport." Die Listen von Neujahrsvorsätzen könnten endlos weitergehen. Und doch bin ich jemand, der dem ganzen Konzept von Neujahrsvorsätzen skeptisch gegenübersteht. Warum? Hier sind meine Gedanken dazu – und was ich stattdessen vorschlage.

1. Neujahrsvorsätze setzen uns unter unnötigen Druck

Wir starten oft mit großen Ambitionen ins neue Jahr, aber die Wahrheit ist: Der Januar ist nicht unbedingt der beste Zeitpunkt für Veränderung. Es ist dunkel, kalt und die Motivation ist nach den Feiertagen oft auf einem Tiefpunkt. Wer will da wirklich die Welt verändern? Der Druck, direkt zum Jahresbeginn "perfekt" zu sein, führt oft zu Frustration und Resignation.

2. Vorsätze sind häufig unrealistisch

Viele Neujahrsvorsätze sind zu groß, zu vage oder zu ambitioniert. Ein Vorsatz wie „Ich werde nie wieder Schokolade essen“ ist zum Scheitern verurteilt, weil er unsere menschliche Natur ignoriert. Und wenn wir dann scheitern, fühlen wir uns schlecht – was uns noch weiter zurückwirft.

3. Veränderung braucht mehr als ein Datum

Echte, nachhaltige Veränderung passiert nicht über Nacht, und sie ist nicht an den 1. Januar gebunden. Es braucht Zeit, Planung und oft auch Unterstützung, um neue Gewohnheiten zu etablieren. Ein Jahreswechsel ist nur eine willkürliche Marke auf dem Kalender und hat nichts mit deiner Fähigkeit zu tun, Dinge zu verändern.

Was ich stattdessen mache:

Anstatt mich auf Vorsätze zu konzentrieren, habe ich andere Methoden entwickelt, um mich weiterzuentwickeln – ohne den Druck und die Frustration, die mit Neujahrsvorsätzen oft einhergehen.

  1. Reflektion statt Resolutionen
    Zum Jahresende nehme ich mir Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Was hat gut funktioniert? Was hat mir Freude bereitet? Was möchte ich beibehalten oder verbessern? Diese Übung hilft mir, meine Prioritäten klarer zu sehen, ohne in die Falle von überzogenen Zielen zu tappen.

  2. Kleine, realistische Schritte
    Anstatt große Vorsätze zu fassen, setze ich auf kleine Veränderungen, die ich sofort umsetzen kann. Zum Beispiel: "Diese Woche trinke ich jeden Tag ein Glas mehr Wasser" ist greifbar und realistisch – und kann langfristig zu einer größeren Veränderung führen.

  3. Ziele setzen, wann immer es nötig ist
    Für mich gibt es keinen „perfekten“ Zeitpunkt, um etwas Neues zu beginnen. Wenn ich im März merke, dass ich mehr Bewegung brauche, fange ich dann damit an. Der Kalender diktiert mir nicht, wann ich an mir arbeite – das tue ich selbst.

  4. Geduld mit mir selbst haben
    Ich erlaube mir, Fehler zu machen. Veränderung ist kein linearer Prozess, und das ist in Ordnung. Fortschritt ist wichtiger als Perfektion.

Fazit

Neujahrsvorsätze sind für viele Menschen ein gut gemeinter Versuch, das eigene Leben zu verbessern – aber sie sind oft der falsche Ansatz. Statt auf Vorsätze zu setzen, können wir uns das ganze Jahr über auf bewusste, realistische und nachhaltige Schritte konzentrieren, um uns weiterzuentwickeln.

Und wer weiß? Vielleicht bringt dir genau dieser entspanntere Ansatz mehr Erfolg, als du dir je erträumt hast.

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