Von 'Warum?' zu 'Es ist okay'
Warum fragen wir immer warum?
Kennst du das? Solche Momente, in dem du dich fragst: „Warum ist mir das passiert? Warum liebt er mich nicht? Warum behandeln sie mich so schlecht? Warum schaffe ich es nicht? Warum bekomme ich nicht die Stelle, die ich so gerne hätte?“ Bäm. Diese ganzen Warum-Fragen knallen rein wie ein Boxschlag in den Bauch.
Aber warum (ha!) machen wir das eigentlich? Ganz ehrlich, das hat nicht nur was mit Drama-Queen oder Selbstzweifel zu tun – es liegt in unserem Gehirn.
Unser Gehirn liebt Erklärungen
Neurologisch gesehen ist unser Hirn darauf programmiert, ständig Erklärungen zu suchen. Es will verstehen, wie die Welt tickt, warum Dinge passieren, und – ganz wichtig – wie wir uns davor schützen können, dass uns nochmal sowas Blödes passiert. Das klingt erstmal clever, oder? Aber hier kommt der Haken: Diese ständigen Warum-Fragen führen uns oft in eine Sackgasse.
Denn mal ehrlich, wie oft finden wir wirklich eine Antwort auf Fragen wie: Warum behandelt er mich so schlecht? Oder warum klappt das nicht mit dem Job? Spoiler: Fast nie. Stattdessen hängen wir fest. Wir grübeln und fühlen uns immer mieser, weil wir diese eine perfekte Erklärung nicht finden.
Was wäre, wenn wir uns das Warum sparen?
Hier kommt ein kleiner Gamechanger: Was, wenn wir uns statt „Warum?“ einfach mal sagen:
„Hey, es fühlt sich gerade richtig scheiße an. Punkt.“
Kein großes Erklären, kein Grübeln, kein Drama. Einfach nur ehrlich zu sich selbst sein und anerkennen: Es tut weh. Und das ist okay.
Weißt du, warum das so befreiend ist? Weil wir damit aufhören, nach Schuld oder Lösungen zu suchen. Manchmal gibt es keine perfekte Antwort. Manchmal passieren Dinge einfach. Und anstatt in der Dauerschleife von „Warum, warum, warum?“ festzuhängen, können wir diesen Schmerz einfach annehmen.
Es geht nicht ums Verstehen – es geht ums Fühlen
Das ist der Punkt: Du musst nicht alles erklären können. Du musst dich nicht zwingen, alles verstehen. Manchmal reicht es, einfach zu sagen: „Es fühlt sich nicht gut an. Und das ist okay.“
Und weißt du, was passiert, wenn du das machst? Du machst Platz. Platz für Heilung, für Neues, für die Energie, die du sonst im Grübeln verplemperst.
Also, das nächste Mal, wenn du dich wieder fragst „Warum ist das so?“ – nimm einen tiefen Atemzug und probier’s aus: „Es fühlt sich gerade scheiße an. Und das ist okay.“
Manchmal ist das der mutigste und ehrlichste Weg, mit dem Leben umzugehen. ❤️